Bei der Behandlung komplexer postoperativer orthopädischer und neurologischer Fälle reicht die klinische Beobachtung allein oft nicht aus, um das Ausmaß der Funktionsstörung oder Genesung vollständig zu erfassen. Subtile Kompensationen, neurologische Defizite und Muster der Lastverteilung können ohne objektive Messinstrumente leicht übersehen werden.
In diesem klinischen Fall, der geteilt wurde von Das Suddy Dog Rehabilitation Centre NI Ltd Besitzer und Rehabilitationsspezialist Steven Graham zeigt, wie Tendiboots™ Canine die Rehabilitation leitete, den Fortschritt verfolgte und die Entscheidungsfindung in einem hochkomplexen orthopädischen Fall unterstützte.
Patientenübersicht: Eine komplexe postchirurgische Präsentation
Der Patient Charlie, ein 2-jähriger Yellow Labrador Retriever, wurde nach mehreren orthopädischen Eingriffen überwiesen:
- Entfernung des rechten Femurkopfes und -halses (FHO)
- Beckenbruchreparatur mit Plattenosteosynthese
- Zusätzliche Bedenken bezüglich der Instabilität des linken Sprunggelenks
Bei der Erstvorstellung zeigte Charlie:
- Komplette Nichtbelastung des rechten Hinterbeins während des Gehens
- Knöcheln und Tremor während des Versuchs der Gliedmaßenbelastung
- Starke kompensatorische Belastung des linken Hinterbeins
- Wirbelsäulenschmerzen und vermindertes Bewegungsvertrauen
Diese Präsentation spiegelte eine komplexe Kombination aus orthopädischen und neuromuskulären Dysfunktionen wider, einschließlich:
- Verlust der Gelenkintegrität nach FHO
- Muskelatrophie durch Nichtgebrauch
- Neuromuskuläre Defizite, die die Gliedmaßenplatzierung und Stabilität beeinträchtigen
- Kompensatorische Gangadaptationen wie kraniale Gewichtsverlagerung und kontralaterale Überlastung
Die objektive Gangbildanalyse zeigte ein deutliches Entlastungsmuster des rechten Hinterbeins, verbunden mit reduzierten Bodenreaktionskräften und verkürzten Schrittmechaniken.
Behandlungsansatz: Progressiver Rehabilitationsstrategie
Angesichts der Komplexität des Falls wurde die Rehabilitation auf progressive Belastung und neuromuskuläre Wiedereingliederung ausgerichtet, wobei Schutz und funktionelle Wiederherstellung ausgewogen berücksichtigt wurden.
Frühe Phase (Erstbewertungsphase)
Die anfängliche Rehabilitationsphase umfasste:
- Streng kontrollierte Bewegung und Belastungsmanagement
- Sitzungen auf dem Hochwasserlaufband zur Unterstützung des Körpergewichts
- Kurzzeitige Intervalle aufgrund von Ermüdung und neurologischen Defiziten
- Baseline Tendiboots™ Ganglanalyse zur Quantifizierung von Asymmetrien
Wesentliche Beobachtungen des Fachpersonals:
Während der ersten SitzungCharlie zeigte eine sehr eingeschränkte Fähigkeit, das rechte Hinterbein zu belasten. Es kam schnell zu Knöchelstellungen, insbesondere mit zunehmender Ermüdung, und wir beobachteten auch eine Außenrotation des Beins während der Belastungsversuche. Diese frühen Befunde bestätigten sowohl die Schwere der neuromuskulären Defizite als auch die Bedeutung einer sehr langsamen Steigerung während der Rehabilitation.
Mittlere Rehabilitation (Sitzung 6): Übergangsphase
Im Verlauf der Rehabilitation:
- Erhöhte Laufbandbelastung
- Kontrollierte Belastung zur Stimulation der Muskelaktivierung
- Fortlaufende objektive Überwachung mittels Tendiboots™
Klinische Verbesserungen beobachtet
- Deutliche Verringerung des Knickens der Zehen
- Verbessertes Vertrauen in die Gliedmaßenbenutzung
- Bessere Schrittlänge und Vortrieb
Objektive Tendiboots™ Befunde:
- Erhöhte Gewichtsbelastung
- Erhöhte Schritthöhe
- Erhöhte Schrittlänge
Diese Phase markierte einen entscheidenden Übergang von neurologischer Einschränkung zu funktioneller Aktivierung.
Späte Rehabilitation (Sitzung 12): Kraft- und Konditionierungsphase
In diesem Stadium verlagerte sich der Fokus auf Leistungs- und Kraftentwicklung:
- Laufbandgeschwindigkeit auf bis zu 4 km/h erhöht
- Eingeführte Steigung
- Schrittweise Reduzierung der Wasserunterstützung
- Integration von Physiotherapie und Kräftigungsübungen
Bis zur 12. Sitzung zeigte Charlie deutliche funktionelle Verbesserungen. Das Knöcheln war vollständig behoben, die Koordination hatte sich deutlich verbessert, und das rechte Hinterbein wurde während der Übungen viel konsequenter eingesetzt. Außerdem zeigte er eine höhere Belastungstoleranz bei tragenden Aktivitäten und insgesamt mehr Selbstvertrauen in der Bewegung.
Das gesagt, waren einige Einschränkungen weiterhin vorhanden. Eine leichte verbleibende Asymmetrie war noch sichtbar, Muskelatrophie war noch nicht vollständig behoben, und kompensatorische Entlastungsmuster konnten bei höheren Laufbandgeschwindigkeiten weiterhin beobachtet werden. Diese Befunde unterstrichen die Notwendigkeit einer fortgesetzten Kräftigung und progressiven Konditionierung vor der vollständigen Entlassung aus der Rehabilitation.
Warum dieser Behandlungsansatz gewählt wurde
Dieser Fall erforderte eine sorgfältig abgestufte Rehabilitationsstrategie:
- Frühe Hydrotherapie zur Ermöglichung sicherer Bewegungen
- Progressive Belastungseinführung zur Stimulierung der Anpassung
- Kontinuierliche objektive Überwachung zur Steuerung des Fortschritts
- Vermeidung von Überlastung während der neurologischen Genesung
HydroTherapie spielte eine zentrale Rolle durch:
- Frühzeitige Aktivierung der Gliedmaßen unterstützen
- Förderung korrekter Gangmuster
- Sichere Fortschritte in Richtung funktioneller Belastung ermöglichen
NEU : Nutzen Sie Ihre Tendiboots™ auf einem Unterwasserlaufband.
Wie Tendiboots™ in diesem Fall unterstützte
Tendiboots™ war ein wesentlicher Bestandteil der klinischen Entscheidungsfindung während der Rehabilitation.
1. Objektive Messung des Fortschritts
Anstatt sich nur auf die visuelle Beurteilung zu verlassen, stellte Tendiboots™ bereit:
- Quantifizierte Bodenreaktionskraft
- Schrittlängen- und Schritthöhenmetriken
- Vergleich der Gliedmaßensymmetrie
Dies ermöglichte die Verfolgung tatsächlicher funktioneller Verbesserungen und nicht nur wahrgenommener Fortschritte.
2. Überwachung der Rehabilitationsmeilensteine
Tendiboots™ half dabei, wichtige Übergänge zu identifizieren:
- Von nicht belastend → funktionelle Belastung
- Vom neurologischen Defizit → Abklingen des Überköten-Gehens
- Von ausgeprägter Asymmetrie → progressive Symmetrie
Es zeigte auch kompensatorische Belastungsmuster der Vordergliedmaßen zu Beginn der Rehabilitation auf.
Während der ersten Untersuchung (Januar 2026) wurde eine deutliche Asymmetrie im rechten Hinterbein festgestellt, was auf eine beeinträchtigte Belastbarkeit dieser Extremität hinweist. Dieser Befund entsprach den während der klinischen Untersuchung identifizierten neurologischen und funktionellen Defiziten.
Beim zweiten Assessment (März 2026) zeigten die Parameter eine deutliche Umkehr zwischen den Gliedmaßen, die sowohl die Vorder- als auch die Hintergliedmaßen betraf. Diese Umkehr ging einher mit einer ausgeprägten Zunahme der Asymmetrie, dargestellt durch die stärkere Abweichung der Kurven von der Mittelachse, die perfekte Symmetrie repräsentiert. Diese Entwicklung entspricht einer Phase der motorischen Neuorganisation. Der Hund setzte seine Gliedmaßen während der Fortbewegung zunehmend wieder ein und begann, ein funktionaleres Gangbild zurückzugewinnen; die Bewegung blieb jedoch erheblich durch anhaltende propriozeptive Defizite und kompensatorische Strategien beeinträchtigt.
Bis zur dritten Beurteilung (April 2026) hatten sich die Kurven deutlich näher an die Mittelachse verschoben, was eine allgemeine Verringerung der lokomotorischen Asymmetrien widerspiegelt. Obwohl einige Restasymmetrien bestehen blieben, wirkte die Bewegungsorganisation stabiler und kohärenter, was auf eine verbesserte Intergliedkoordination und eine fortschreitende Wiederherstellung der motorischen Kontrolle hindeutet.
3. Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung
Die Daten ermöglichten es:
- Sichere Steigerung von Laufbandgeschwindigkeit und Steigung
- Präzise Reduzierung der Hydrotherapie-Unterstützung
- Sicherer Übergang zur Kräftigungsarbeit
- Ohne objektive Daten hätte die Fortschrittsbewertung stark auf subjektiver Interpretation beruht.
4. Verbesserung der Kommunikation mit dem Kunden
Die Verwendung von Tendiboots™ verbesserte das Verständnis der Besitzer erheblich:
Klare Visualisierung des Fortschritts über die Zeit
Objektiver Nachweis der Genesung
Stärkere Begründung für die Fortsetzung der Rehabilitationssitzungen
Dies verbesserte sowohl die Mitarbeit als auch die Compliance.
Ergebnis: Von schwerer Funktionsstörung zur funktionellen Genesung
Charlie entwickelte sich von:
👉 Komplett nicht belastetes rechtes Hinterbein
bis
👉 Konsistente funktionelle Gliedmaßenbenutzung mit zunehmender Kraft und Koordination
Bis zur Sitzung 12:
Knöchelstellung behoben
Die Belastungsfähigkeit hat sich deutlich verbessert
Gangsymmetrie wird schrittweise wiederhergestellt
Selbstvertrauen und Aktivitätsniveau gesteigert
Insgesamt stellt dies eine starke funktionelle Erholung nach erheblichen orthopädischen und neurologischen Beeinträchtigungen dar.
Nächste Schritte in der Rehabilitation
Charlie befindet sich nun in einer fortgeschrittenen Kräftigungsphase mit dem Schwerpunkt auf:
- Muskelmasse im rechten Hinterbein aufbauen
- Verbesserung der Symmetrie bei höherer körperlicher Belastung
- Reduzierung der Kompensation mit drei Gliedmaßen bei Geschwindigkeit
- Verbesserung der Beckenstabilität und neuromuskulären Kontrolle
Laufender Plan beinhaltet:
- Progressives Laufbandtraining (Geschwindigkeit + Steigung)
- Kraft- und Konditionierungsübungen
- Fortlaufende Gangbildbeurteilung vor der Entlassung
„Dieser Fall hat für mich wirklich verdeutlicht, wie wichtig es ist, strukturierte Rehabilitation, Hydrotherapie und objektive Gangbildanalyse während der gesamten Genesung zu kombinieren. Charlies Fortschritte beinhalteten viele subtile Veränderungen, die leicht unterschätzt worden wären, wenn wir uns nur auf die visuelle Beurteilung verlassen hätten.“
Die Verwendung von Tendiboots™ ermöglichte es uns, objektiv bedeutende Verbesserungen im Zeitverlauf zu verfolgen, fundiertere Rehabilitationsentscheidungen zu treffen und das Programm auf der Grundlage messbarer Daten statt nur der Wahrnehmung anzupassen. Zudem trug es dazu bei, dass der Fortschritt in jeder Phase der Genesung sicher und angemessen blieb.
Insgesamt spielte die Integration dieser verschiedenen Ansätze eine entscheidende Rolle dabei, Charlies schrittweise Rückkehr zu funktionellen Bewegungen zu unterstützen und sowohl das klinische Vertrauen als auch das Verständnis des Besitzers während des gesamten Rehabilitationsprozesses zu verbessern.


