Phalangenverletzung und symmetrische Lokomotion

Wenn ein Hund sich scheinbar von einer Verletzung erholt hat, können subtile Kompensationsmuster weiterhin im Hintergrund bestehen bleiben. In vielen Fällen werden diese Bewegungsanpassungen erst sichtbar, wenn das Aktivitätsniveau wieder ansteigt. Ohne eine objektive Ganganalyse bleiben sie häufig unentdeckt.

 

In diesem neuen klinischen Fall, der von Sweaty Paws Canine Hydroconditioning & Fitness geteilt wurde, erklärt die Canine-Fitness-Spezialistin Darcy Roessler, wie Tendiboots™ Canine geholfen hat, persistierende Asymmetrien der Vordergliedmaßen nach einer Phalangenverletzung zu identifizieren und eine erfolgreiche Rückkehr zur vollen Aktivität zu unterstützen.

Der klinische Fall: Persistierende Lahmheit nach der Rehabilitation

Dieser Fall betraf einen 3-jährigen Australian Cattle Dog-Mix, der zuvor nach einer Verletzung der rechten Vordergliedmaßzehe bereits ein Rehabilitationsprogramm in einer anderen Einrichtung abgeschlossen hatte.

 

Der ursprüngliche Rehabilitationsprozess basierte hauptsächlich auf:

* Beobachtung
* Palpation
* Funktioneller Beurteilung

 

Während der Genesung wurde keine Ganganalysetechnologie eingesetzt.

Obwohl der Hund anschließend wieder normal aktiv war, bemerkte der Besitzer weiterhin:

* Intermittierende leichte Lahmheit

* Erhöhtes Unbehagen nach Belastung

* Subtile Bewegungsauffälligkeiten bei höherem Aktivitätsniveau

 

Aufgrund der Vorgeschichte bestand der Verdacht, dass sich während der Genesungsphase kompensatorische Bewegungsmuster entwickelt haben könnten.

Festlegung eines objektiven Ausgangswerts mit Tendiboots™ Canine

Bei der ersten Untersuchung bei Sweaty Paws wurde Tendiboots™ Canine eingesetzt, um einen objektiven Ausgangswert der Lokomotion zu erstellen.

 

Die Tendiboots™-Auswertung zeigte:

✅ Reduzierte Schulterextension und -flexion der rechten Vordergliedmaße

✅ Verkürzte Schrittlänge

✅ Asymmetrische Gewichtsverlagerung auf der rechten Vordergliedmaße

 

Diese Ergebnisse bestätigten, dass das Problem nicht mehr ausschließlich auf die ursprüngliche Zehenverletzung beschränkt war. Stattdessen hatte der Hund umfassendere biomechanische Kompensationen entwickelt, die die gesamte Gliedmaße betrafen.

 

Diese objektiven Daten stimmten mit den klinischen Beobachtungen überein und ermöglichten eine präzisere Ausrichtung der Rehabilitationsstrategie.

Warum dieser Rehabilitationsansatz gewählt wurde

Ziel war es nicht nur, die ursprüngliche Verletzung zu behandeln, sondern auch die sekundären Bewegungs-Kompensationen zu korrigieren, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hatten.

 

Das Rehabilitationsprogramm umfasste:

💧 10 strukturierte Unterwasserlaufband-Sitzungen

 

Die Hydrotherapie ermöglichte kontrollierte, gelenkschonende Bewegung und förderte dabei:

* eine symmetrischere Nutzung der Gliedmaßen

* eine sicherere Belastung der betroffenen Vordergliedmaße

* eine schrittweise Rückkehr zu funktioneller Bewegung

🏠 Heimübungsprogramm
Der Besitzer führte zudem regelmäßig Übungen zu Hause durch, darunter:
* Cavaletti-Übungen
* Übergänge vom Hinlegen zum Aufstehen

Diese Übungen wurden ausgewählt, um Folgendes zu verbessern:
* Bewegungsumfang der Schulter
* Kraft
* Koordination
* Funktionelle Stabilität

Wie Tendiboots™ den gesamten Prozess unterstützt hat

Tendiboots™ spielte eine entscheidende Rolle sowohl:

* bei der Erstuntersuchung

* als auch bei der Nachkontrolle etwa 6 Wochen später

 

Während der ersten Untersuchung:

Das System lieferte objektive Daten, die die klinischen Befunde unterstützten, und zeigte, dass:

* das Problem über die Zehe hinausging

* eine reduzierte Belastung der Gliedmaße sowie veränderte

 

Schultermechanik vorlagen

Bei der Nachuntersuchung:

Die anschließende Tendiboots™-Analyse zeigte:

✅ Symmetrische Gangbilder

✅ Keine signifikanten biomechanischen Auffälligkeiten

 

Diese Ergebnisse stimmten überein mit:

* dem klinischen Bild

* den Beobachtungen des Besitzers zu Hause

 

Sowohl für das Reha-Team als auch für den Besitzer bot diese objektive Bestätigung die Sicherheit, dass der Hund erfolgreich zu einer ausgeglichenen Bewegung zurückgekehrt war.

Das Ergebnis: Zurück zur vollen Aktivität

Das Ziel des Besitzers war einfach:

🐕 Dem Hund eine sichere Rückkehr zum Freilauf auf dem Familienhof zu ermöglichen (Sprints, Spielen und freie Bewegung ohne Schmerzen nach Belastung).

 

Nach Abschluss des Rehabilitationsprogramms:

✅ Der Hund kehrte vollständig zur Aktivität zurück

✅ Es wurden keine weiteren Lahmheits-Episoden mehr beobachtet

✅ Symmetrische Gangmuster konnten erhalten werden

 

Der aktuelle Fokus liegt nun auf:

* Erhalt der Muskulatur und Kraft

* Regelmäßiger körperlicher Aktivität

* Gelegentlicher Anwendung von Heimübungen bei Bedarf

Warum objektive Ganganalyse wichtig ist

Dieser Fall verdeutlicht eine wichtige Realität in der Hunderehabilitation:

 

Auch wenn eine Verletzung klinisch als ausgeheilt erscheint, können subtile kompensatorische Bewegungsmuster weiterhin bestehen bleiben und die langfristige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden beeinflussen.

 

Durch die Kombination aus klinischer Expertise und objektiver Ganganalyse können Fachpersonen:

* subtile Asymmetrien früher erkennen

* Rehabilitationspläne gezielter steuern

* den Fortschritt sicherer überwachen

* eine klarere Kommunikation mit Tierhaltern ermöglichen

 

Tendiboots™ Canine trägt dazu bei, die Beurteilung der Lokomotion von einer subjektiven Beobachtung in messbare und nachvollziehbare Daten zu überführen und so präzisere Rehabilitationsentscheidungen sowie bessere Behandlungsergebnisse zu unterstützen.

Diese Verlaufsbeobachtung wurde in Zusammenarbeit mit Darcy Roessler von Sweaty Paws durchgeführt.


Ein herzliches Dankeschön an sie für das Teilen dieses Falls.

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